Im Nachfolgenden erfahren Sie alles Wissenswerte, um Ihren älteren Begleiter richtig zu ernähren und sicherzustellen, dass er sein optimales Gewicht hält.

Wie ältere Menschen, haben auch ältere Hunde besondere Bedürfnisse, und es ist wichtig, Ihnen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Pflege zukommen zu lassen. Die schönste aller Belohnungen ist, wenn Sie sehen wie Ihr alter Frend seine Tage komfortabel geniesst und dies viele Jahre lang. 

Wann beginnt das Alter? 

Das hängt von Hunderasse und dem einzelnen Hund selbst ab. Grosse Rassen neigen dazu, schneller zu altern als Kleinere. Mittelgrosse Hunde und kleine Hunde gehören mit etwa 8 Jahren zu den Senioren, grosse Hunde meist schon früher. 

Wieso haben ältere Hunde besondere gesundheitliche Bedürfnisse?

Ältere Hunde sind langsamer und weniger aktiv. Manchmal treten gesundheitliche Probleme wie Taubheit auf. Sie können Ihrem Senior das Leben jedoch trotzdem angenehm gestalten. Sie haben besondere Bedürfnisse. Ihr Körper arbeitet zunehmend langsamer und die ersten Verschleißerscheinungen treten auf. Mit zunehmendem Alter wird Ihr Hund ruhiger, und die Funktionsfähigkeit seiner Organe lässt nach. Wenn sich die Funktionen seines Körpers verlangsamen, fällt es ihm auch schwerer, mit Krankheiten oder anderen Stresssituationen umzugehen. Solche Situationen sollten Sie soweit wie möglich vermeiden. 

Für den Umgang mit einem älteren Hund ist viel Geduld nötig, denn er wird einfach etwas langsamer. Möglicherweise kann er Sie nicht mehr gut hören oder sehen. Wenn er nicht auf Sie reagiert, bedeutet das nicht, dass er Sie absichtlich ignoriert! Er braucht jetzt mehr Hilfe und Gesellschaft. Seien Sie geduldig - er hat es verdient. 

Ernährungsbedürfnisse älterer Hunde 

Die Ernährungsbedürfnisse älterer Hunde können individuell recht unterschiedlich sein. Dazu gibt es eine Anzahl von Gründen. Ein älterer Hund ist meist weniger aktiv als ein Junghund, und deshalb braucht er weniger Energie. Zudem kann die Nahrung oft nicht mehr so gut verwertet werden, der Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen steigt leicht an. Der Appetit geht zurück und Vorlieben werden gern durchgesetzt.

Sich um die Gesundheit des älteren Hundes kümmern 

Es ist eine sehr gute Idee, seinen Hund regelmässig zu untersuchen. Sollte er seine Nahrung verweigern oder sollten Sie Veränderungen im Verhalten feststellen, so konsultieren Sie Ihren Tierarzt. Gehörsinn, Augenlicht und Geruchssinn können ebenfalls mit dem Alter abstumpfen, und Sie werden sich auf diese Veränderungen einrichten müssen. 

Beispielsweise werden Sie feststellen, dass Ihr Hund Ihnen weniger zu gehorchen scheint, nur weil er Sie weniger gut hört

Probleme mit den Augen können sich folgendermassen äussern: Achten Sie auf die Symptome wie Ausfluss an den Augenecken oder ständiges Anecken an Möbeln (In vielen Fällen ist es allerdings auch so, dass sich Hunde mit Sehproblemen sehr gut an die Umwelt anpassen).

Neben dem Verlust der Zähne sind Entzündungen des Zahnfleisches ein sehr viel ernsthafteres Problem, weil Bakterien über die entzündeten Stellen in das Blut gelangen können. Lassen Sie Zähne und Zahnfleisch Ihres Hundes regelmässig überprüfen und fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat, wenn diese nicht sehr gesund aussehen. Putzen Sie regelmässig die Zähne mit einer speziellen für Hunde geeigneten Bürste, geben Sie Kauknochen oder spezielle Hundebiscuits.

Harninkontinenz (Verlust der Stubenreinheit, unkontrollierter Harnabsatz) ist ebenfalls ein Problem bei älteren Tieren. Das kann z. B. mit dem Nervensystem zusammenhängen, welches die Blase kontrolliert, mit Problemen in den Harnwegen oder der Prostata. Wenn ein Hund plötzlich zu Inkontinenz neigt oder des öfteren uriniert als früher, sollten Sie Kontakt mit Ihrem Tierarzt aufnehmen. 

Abschliessend sei erwähnt, dass regelmässige Impfungen bei älteren Hunden ebenso wichtig sind wie bei den Jüngeren.

Wie sie Ihrem Hund helfen können, sein Idealgewicht zu halten

Zu schwer oder zu leicht zu sein - beides kann sich für einen älteren Hund als besonderes Problem erweisen. Um das Gewicht ihres Hundes schnell zu prüfen, reicht es, die Rippen mit der flachen Handfläche abzutasten. Sind die Rippen schwierig zu finden, sollte ihr Hund an Gewicht verlieren; stehen die Rippen im Gegensatz dazu heraus oder können Sie die Rippen bei einer Kurzhaar-Rasse sogar mit blossem Auge ausmachen, so muss der Hund eindeutig ein bisschen zulegen.

Bei Hunden liegt die Ursache von Übergewicht oft in mangelnder Aktivität. Eine recht grosse Anzahl von gesundheitlichen Problemen kann durch Übergewicht ausgelöst oder verstärkt werden. Sollte Ihr Hund an Übergewicht leiden, lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt bezüglich einer möglichen Diät beraten. 
Auch ein untergewichtiger Hund sollte vom Tierazt untersucht werden, um die Ursache des Gewichtsverlusts festzustellen. 

Sollte Ihr Hund zu mager sein, fragen Sie Ihren Tierarzt, ob sich eine unterschwellige Krankheit gebildet hat, welche den Gewichtsverlust verursacht. Seien Sie auf der Hut - mit dem Alter hat sich Geschmack- und Geruchsinn verändert. Damit ihr Hund isst, wird es notwendig, dass Sie ihm sehr wohlschmeckende und leicht verdauliche Nahrung vorsetzen.

Abnahme des Appetits 

Ältere Hunde verlieren manchmal den Appetit, und man muss sie deshalb zum Essen anregen. Hier einige Hinweise, um die Essenslust zu fördern: 

  • Geben Sie Ihrem Hund häufiger kleine Mahlzeiten. Teilen Sie die tägliche Menge auf zwei bis vier kleinere Portionen auf.
  • Erwärmen Sie die Nahrung ihres Hundes ein bisschen - aber nicht stärker als auf Körperwärme.
  • Stellen sie sicher, dass Ihr Hund seine Mahlzeit an einem ruhigen Ort einnehmen kann.